Dicke „Bretter“ bohren

Zwar nicht dicke Bretter jedoch noch dickere Sparren sind zu bohren in der Alten Kate. Für die Windrispenauskreuzung, die in Form von 16mm starken Rundstahl ausgeführt wird, werden die Altsparren gemäß der diagonalen Verspannung durchbohrt. Die Rundeisen werden in die Dachflächen so eingebaut, dass sie unten an den Stahlträgern des ersten Gebindes befestigt werden und mit dem oberen Ende am Gebinde des letzten Stahlträgers im Dachfirst verspannt. Alle zwischen liegenden Träger werden ebenfalls mit den Rundeisen verbunden. So bildet die Auskreuzung der beiden Dachflächen vier Diagonale.
Dazu haben wir uns einen großen Schalbohrer besorgt, lang genug um die Hozsparren im spitzen Winkel mit Löchern zu versehen. Mit einem zehn mm Bohrer wird vorgebohrt, dabei muß ein Mann darauf achten, dass die Richtung stimmt. Dann wird der große Bohrer eingespannt. Er kann durch die Vorbohrung etwas in der Richtung geführt werden und läuft deshalb nicht so schnell aus der Bahn. Mühe bereitet der Bohrmaschine diese Arbeit. Sie kann ohne sonderlichen Kraftaufwand zum Stillstand gebracht werden. Die Kunst aber ist, den Bohrer mit gleichmäßigem Vortrieb am laufen zu halten.
Mittwoch, 4.01.2012. Während die Reetdachdecker noch auf besseres Wetter warten, wird unter dem Neuen Reetdach weitergearbeitet. Die fertige, reetgedeckte Unterseite des Daches wurde von vorstehenden Reethalmen und Reetblühten befreit. Diese Arbeit erfordert einiges an nahezu artistischer Beweglichkeit. Ob auf dem höchsten Gerüst, auf schwankenden Planken oder der Leiter. Und laufend muß der Arbeitplatz weiterverlegt werden.
Bild: Florian Struck bei der Arbeit unter dem Dachfirst.

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