„Ochsentour“ per Rad

Auf dem Ochsenweg zur Alten Kate in Oelixdorf
jg Der Förderverein “Freibad Lägerdorf“ und der „Ortsgeschichtliche Arbeitskreis Münsterdorf“ hatten zur Tour eingeladen. Rund 20 Radler folgten dem Ochsenweg von Lägerdorf, über Münsterdorf, am Stördeich entlang, durch Itzehoe, zum „Blauen Lappen“ und vorbei an Schlotfeld und Winseldorf. Fachkundige und auch interessante Ausführungen über historische Gebäude und Wegstrecken von Hermann Schwichtenberg machten die Radtour am Sonnabend, 18.09.2010 bei meist besten Wetterbedingungen zu einem Erlebnis.
In der „Alten Kate“ versammelte sich die Radlergruppe bei Kaffee und Kuchen. Das Projekt -die Restaurierung der Kate aus dem Jahr 1671 durch den Verein Alte Kate Oelixdorf e.V.- wurde durch Jürgen Gripp vorgestellt. Anschließend konnten die Anwesenden das Gebäude besichtigen. Hermann Schwichtenberg und Jürgen Gripp bezeichneten den Wirtschaftsteil, das „Barghuus“, als Futterlagerstelle für den Ochsentrieb, da u. a. im Nahbereich einige Quellen zu finden sind.
Außerdem kam ein Ochsenweg ins Gespräch, den die Edendorfer Bauern benutzten. Sie trieben bis zum Jahr 1836 ihre Rinder auf dem Sandweg an den Twietbergen vorbei, über Pünsdorf, durch das Lübsche Gehölz in die Oelixdorfer und Kollmoorer Marsch. Der damalige Bürgermeister von Itzehoe sperrte diesen Ochsenweg mit einer Wallanlage. Dieser Weg blieb auch nach einer gerichtlichen Klage der Bauern geschlossen.
Bis 1850 vergnügten sich jedes Jahr tausende von Besuchern bei Pferderennen auf der ehemaligen Trasse des Ochsenweges im Lübscher Gehölz südlich der jetzigen Bundesstraße B 77.
Abschließend ergriff Walter Brooks der Vorsitzende des Vereins das Wort und erklärte: „Der Verein „Alte Kate e.V.“ hat eine Vision, wir wollen dieses einmalige Gebäude erhalten! Schon jetzt steckt in diesem historischen Gebäude viel Herzblut und viele Stunden Eigenleistung.“

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